Kleine Auszeit in Franken

Vor uns liegt ein langes Wochenende und bevor unser Mumin in den Winterschlaf geschickt wird, nutzen wir die Gunst der Stunde nochmals für eine kleine Auszeit.

Wir möchten uns ein wenig in der Frankentherme in Bad Windsheim entspannen. Die Anfahrt ist mit rund 150 Kilometern nicht allzu weit und somit starten wir am Mittwoch vor Allerheiligen in Richtung Nordosten. Die Fahrt verläuft stressfrei und wir beschließen, Rothenburg ob der Tauber einen Besuch abzustatten. Das liegt auf unserem Weg und ein Parkplatz ist am Rand der Altstadt schnell gefunden.

Zwar kennen wir die Stadt aus früheren Zeiten, aber das Touristenmagnet ist immer einen Besuch wert. Wir sind schon früh da, die (asiatischen) Touristenmassen in der Nachsaison sehr überschaubar und somit steht einem entspannten Bummel durch die Gassen nichts im Wege. Wir lassen uns treiben, gehen ein Stück auf der Stadtmauer entlang, genießen die Herbstsonne und kehren schließlich im wunderschönen Café einzigARTig ein. Ein richtig tolles Ambiente, leckere Kuchen und alles ein bisschen schräg ;) Das Interieur hat den Charme der Vergangenheit und viele Dinge, die man hier entdecken kann, wecken Kindheitserinnerungen.

 

 


Nach unserem Stadtbummel und ein wenig Powershopping geht es auf die restlichen knapp 30 Kilometer nach Bad Windsheim. Das Städtchen am Fuße des Staigerwaldes kenne ich ebenfalls von einem Wellness-Aufenthalt mit meinen Freundinnen. Weil wir uns damals in der dortigen Frankentherme sehr wohl gefühlt haben, wollen wir nun zu zweit ein paar Tage im solehaltigen warmen Wasser entspannen.

Direkt an der Therme gibt es einen Wohnmobil-Stellplatz

Hier haben wir uns - vorsorglich - einen Platz reserviert. Zum Glück, denn der riesige Stellplatz ist mehr als gut gefüllt. Überwiegend mit Luxus-Mobilen der XXL-Klasse. Da kommen wir uns fast schon vor wie ein hässliches Entlein, als wir mit dem Mumin unsere Parkposition am äußersten Rand einnehmen. Doch der Empfang ist freundlich und der Platz bietet so ziemlich alles, was das Camperherz begehrt. Von Duschen und Toiletten über die Ver- und Entsorgung bis hin zu einigen Mobilheimen, die man hier mieten kann. Zur Therme sind es nur wenige Meter zu Fuß und mit unserem Vierbeiner sind wir ebenfalls rasch im Grünen. Insofern - perfekt für eine kleine Auszeit.

 

Leider haben wir während unseres Aufenthaltes keine  Bilder gemacht. Irgendwie blieben Kamera und Handy im Mumin - Entspannungsmodus pur also ;)

In Kürze also die wesentlichen "Aktivitäten", die wir unternommen haben mit den entsprechenden Links dazu:

 

Frankentherme: Badewelt und Saunalandschaft werden gespeist von solehaltigem Thermalwasser. Die Hauptattraktion ist ein Salzsee, dessen Solegehalt bei rund 27 Prozent liegt. Schwerelos lässt es sich hier vor sich hin dümpeln und wir kamen uns bei dem enormen Auftrieb vor, wie ein freigelassener Sektkorken. Es war ziemlich schwer, hier die Bodenhaftung zu behalten.

Auch in den vielen verschiedenen Saunen ließ es sich sehr gut aushalten, so dass wir die Zeit in vollen Zügen genießen konnten.

 

Kulinarisch rundeten wir den Badetag in den beiden zugehörigen Restaurants "Salza" und "Genusswerk" ab. Bei leckeren fränkischem Bier und Wein sowie deftigen Spezialitäten ließen wir es uns so richtig gut gehen.

 

Fränkisches Schäufele mit Soß und Kloß - sehr lecker!

Eine weitere Spezialität ist Karpfen in verschiedenen Variationen. Blau, gebraten, gebacken und frisch aus den Weihern des Aischgrunds.

Eine weitere Attraktion in Bad Windsheim ist das Fränkische Freilandmuseum.

Die sehr weitläufige Anlage ist unbedingt einen Besuch wert. Dieses Mal verzichteten wir jedoch darauf, da ich das Museum bereits gemeinsam mit meinen Freundinnen schon einmal erkundet hatte.

Wir trafen uns allerdings hier mit Almut und Stefan, die wir auf unserer Rumänien-Reise im Donau-Delta kennen gelernt hatten. Für den gemeinsamen gemütlichen Abend hatten wir uns das Wirtshaus am Museum ausgesucht. Vielen Dank euch beiden für das spontane und nette Treffen in eurer Heimatregion.


Heimweg und Reisefazit

Ja, die entspannten Tage gingen leider - wie immer - viel zu schnell vorbei und wir mussten uns wieder auf den Heimweg machen. Doch der war ebenfalls sehr entspannt. Um dem zu erwartenden Herstferien-Rückreiseverkehr zu entgehen, wählten wir die Fahrt über Nebenstraßen nach Hause. Auch weil wir unterwegs einen Besuch bei Verwandten im Taubertal machen wollten. So schaukelten wir also durch kleine, idyllische Dörfer, ein Stück entlang der Romantischen Straße, über die Hohenloher Ebene und den Fränkischen Wald wieder zurück nach Hause.

 

Die kurze Auszeit hat uns wieder einmal sehr gut getan und nun geht es daran, den Mumin winterfest zu machen. Wir freuen uns schon heute auf die Reiseplanungen im nächsten Jahr, die uns - sofern alles gut geht - erstmals ohne zeitliches Limit in die weite Welt führen sollen.

Jede Reise hat ein Ende -

aber die Erinnerung daran ist unvergänglich